Herausforderungen - Gedanken - Wünsche - Sehnsüchte - Unglaubliches - Alltägliches und Reisen

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Zeichnen bedeutet für mich ...

Das Zeichnen ist besonders für mich etwas, was mich auf eine Ebene, der "Nicht-Eingeschränkten", bringt. Ich bin Sprachbehindert und zusätzlich Körperbehindert was mich ansatzweise nicht normal Arbeitsfähig macht. Ich könne niemals in einem Bereich meine Behinderung ausblenden. Klar ich könnte Rechnungen schreiben und Büroarbeit leisten, dies jedoch für maximal vier Stunden und so hätte ich doppelte Arbeit, weil ich nie die Tagesmenge der anderen schaffen könnte.

 Es geht hierbei nicht um den Nachteilsausgleich, der mir es erlaubt "Besonders" zu sein, sondern um den Stolz und absolute Gleichstellung meiner Arbeit! Die Zeit die ich für die Arbeit brauche, einfach mir zu Verfügung zu stellen statt mir die Arbeit zu verringern. Das geht natürlich in der Arbeitswelt nicht, weil Zeit Geld kostet. Das war in meiner Schulzeit auch oft der Fall. Es war einfach nicht möglich, mich mit den selben Kriterien zu bewerten, wie die anderen aus meiner Stufe. Ich weiß, dass es meckern auf höchster Stufe ist und ich bin auch allgemein Zufrieden, wie es damals gelaufen ist aber insgeheimen wünschen sich viele der Eingeschränkten, dass sie vollwertig genug sind. Diese Vollwertigkeit gelingt mir NUR bei meinen Bildern.

Per Hand aufs Papier zu zeichnen, war bei mir schon immer sehr Problematisch, weil (wie beim Schreiben), niemals das richtige herauskommt. Jede Linie war krumm und Schief. Ich habe immer eine Unmenge von Papier gebraucht, bis es halbwegs für meine Verhältnisse gut war. Trotz allen habe ich nie aufgegeben zu Zeichnen, weil der Drang was eigenes zu erschaffen immer größer war als der Frust mit den anderen nicht Gleich auf zu sein.

 Vor etwa einem Jahr schaffte mein Körper die Anstrengung des Zeichnens nicht mehr, weil die Spastik sich so sehr verkrampft hat (um GUT zu sein), dass meine Hand anfing zu schmerzen. Ich musste einen Handschuh anziehen, um die schmerzende bildende Hornhaut an der Hand zu mindern und die Druckstellen des Stiftes an den Fingern zu reduzieren. Irgendwann fing mein Rücken sich der üblichen Positionen beim Malen zu weigern an.


 Das alles war  jedoch für mich kein Grund das Zeichnen aufzugeben. Aus irgendeinen Grund hab ich den Spaß nie bei der Sache verloren. Als die Schmerzen mehr wurden, habe ich sehr schnell umgedacht. Ich habe angefangen auf dem Pc mit der Maus zu zeichnen. Mein erster Versuch war natürlich grottig und anstrengend, aber mit dem zweiten Bild habe ich soviel von dem Programm gelernt, dass es das erste Bild schon beim Weiten übertraf. Schließlich bekam ich Paint Tool Sai (extra ein Programm zum zeichnen von Animes und allgemeines Digital Painting) und ein Tablet zum Zeichnen. Natürlich musste ich mich dran gewöhnen und das Neue kennen lernen aber nach einer Zeit konnte ich Bilder machen, die ich vorher Niemals so hingekriegt hätte. Sie hatten immer noch kleine Fehler, aber man konnte meine Behinderung dadrin nicht mehr erkennen. Ich saß oft vor dem Bild und dachte, dass ich das nicht gezeichnet hätte. Aber das ist das Ergebnis der Zeit die ich in die Bilder Investiere.

Die Zeit die ich für ein Bild brauche, beträgt immer mehrere Wochen. Dazu kommt, dass mein Lernprozess noch nicht abgeschlossen ist. Ich muss ständig Ausprobieren wie ich etwas zeichne , manchmal sitzt die Linie nicht richtig oder ich muss nachbessern um es gut rüber bringen zu können. Oftmals verliere ich dann die Inspiration und bekomme zich hundert andere Ideen. Das Bild fühlt sich dann Leer an und somit verliere ich die Lust daran weiter zu arbeiten. Künstler Probleme eben ;)

Zeichnen bedeutet für mich schließlich, dass ich Frei bin von der ewigen Sichtbarkeit der Behinderung und ich werde für das Gelobt, für das andere auch gelobt werden ohne dass sie von meiner Einschränkung wissen. Eine nicht von Vorurteilen geprägte Meinung. Das ist meine Freiheit.

Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich euch :)

Donnerstag, 15. September 2016

Abenteuer Fähre

Wie Ihr wisst, fahre ich mit meiner Familie seit ich klein bin  nach Norwegen, Dänemark und zur Ostsee. Die Inselwelt oder das Meer an sich hat für mich großen Stellenwert für meine Wohlfühlzone. Ich bin quasi am Meer aufgewachsen. Ich liebe die Hinreise nach Norwegen, die frische eisige Luft, den Geruch, die Möwen die kreischen, das Gefühl frei zu sein, aufs Meer zu sehen und den Wind zu lauschen.

Alles beginnt jedoch mit der Fähre, die uns vom Festland abholt. Das Schlimmste ist dabei anfänglich immer, dass man mindestens eine Stunde vorher an der Fähre sein sollte. Diese verdammte Stunde fühlt sich wie eine Ewigkeit an, weil kaum was passiert außer das vielleicht mal Menschen vorbei gehen. Dabei steht man in langen Autoreihen und meistens sieht man die anlegende Fähre nie. Wenn die Autos vorne in den Reihen starten, weißt man, dass es endlich auf das Schiff geht. Die typischen Männer in Warnjacken zeigen mit Handzeichen wo man genau stehen und wie man auf der Fähre parken muss. Dabei muss die Fähre gut ausbalanciert sein, da es sonst einen Drill zu der entsprechende Seite hätte und es beim Sturm umkippen könnte. Auch die Gänge zwischen den Autos werden bis zum maximalen Enge ausgenutzt. Meistens kann man immer nur einzelnd zwischen den Autos gehen. Sich "durchquetschen" ist jedoch eher das passende Wort dazu.

Je nachdem wo man parken musste, muss man Treppen gehen, da die Fahrstühle oftmals überfüllt sind. Oben auf dem Schiff gibt es meistens 3-4 Passagierdecks wo man sich frei bewegen kann. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Bars und ein kleiner Kinderbereich gibt es auf jeder größeren Fähre. Wir gehen immer zuerst was Essen oder wenns nach Norwegen geht, zuerst in den Schlafkabinen um unsere Sachen abzulegen und uns Frisch zu machen.

Das Buffet ist auf jeder Fähre anders. Wir hatten gutes Essen und schlechtes Essen aber die Restaurants waren immer sehr voll. Hier kann man sehr schön beobachten, welcher Mensch auf meine Behinderung wie reagiert. Entweder besetzten sie die Tische oder bleiben die Umgebungstiche am besten Platz aus? Dabei ist mir aufgefallen, dass die Leute, die aus anderen Länder kamen mir gegenüber aufgeschlossener waren als viele Deutsche Passagiere. Man merkt es. Die Leute die dich anstarren, als ob du kein Mensch wärst oder die Leute, die dich zwar registrieren aber dich wie ein normaler Mensch sehen.

Das war auf der jetzigen Überfahrt nach Bornholm wirklich schlimm. Ich wurde angestarrt bis zum geht nicht mehr und die Plätze um mich waren leer, obwohl wir ganz vorne am Bug saßen.

Jedenfalls ist das Essen akzeptabel. Nachdem uns die Bäuche nicht mehr knurren, gehen wir meistens in dem Einkaufsbereich auf dem Schiff um zu schauen ob es Angebote gibt. Die Dänischen und Norwegischen Kronen sind je nach Kurs anders. Einen Euro kostet oft um die 7 Kronen und somit muss man schon etwas Mathe können um den Europreis auszurechnen. Ja Dänemark und Norwegen sind teure Länder aber umso schöner und unvergesslicher sind sie.

Nach dem Bummel wird die Wartezeit unerträglich. Wenn man sich nicht zwischendurch bewegt, schläft man beim sanften Schaukeln ein und am besten Quatscht nebenher noch eine Omi von ihrem Leben und man verschläft das Anlegen des Schiffes am Zielort.

Die 4 Stunden auf der Fähre nach Bornholm sind immer eine kleine Qual. Man weißt nicht was man machen soll, außer sich irgendwo hinzusetzen und zu warten.
Die Fähre nach Norwegen dauert jedoch 12 Stunden und geht über die Nacht, sodass man schlafen kann und sich erholt den nächsten 8 Stunden Autofahrt nach Älesund widmen kann. Das ist für uns angenehmer und weniger anstrengend und sind schließlich doch Müde.

Ich mag trotz allem die Atmosphäre auf den Fähren, die Anspannung, die Vorfreude und das Heimatgefühl, wenn man von der Fähre runter kommt und am Ziel ist. Schließlich bin ich damit aufgewachsen und hat einen großen Nolstagiewert für mich.  Das Reisen gehört zu mir dazu und wird es bestimmt auch für immer bleiben.

Freitag, 5. August 2016

Männer? Vorerst nicht mehr mit mir!

Ich hab diesen Titel gewählt, weil mich jemand enttäuscht hat und ich ihn mehr mochte als ich es hier zugeben möchte. Mein Zukunfts-ich würde mich im den Punkt verstehen und es immernoch zu fühlen wissen.

 Ein ganzes Jahr lebte ich eine Illusion, die sich wunderbar an fühlte, nur er wusste nichts davon oder wollte es nicht sehen. Wollte mich nicht sehen und die Freundschaft nicht riskieren. Wir waren keine Freunde, denn Freunde erzählen sich offen alles, verhielten sich anders und wären nicht über die eine Grenze gegangen, dafür war es zu eindeutig nichtdeutig. Nein, wir waren keine Freunde, definitiv nicht. Wenn man die Chatverläufe sich durchließt, entpuppt sich ein Szenario: Es war eine Romanze. Es wäre in meinen Augen eine Schöne gewesen, aber was soll man damit, wenn es nur einseitig ist? Ich weiß nicht, ob er es je gemerkt hat, aber er hatte Momente, wo dieser Mensch sich Ansätze von Gefühlen eingestanden hat. Wir verstanden uns so gut und trotzdem... Ich bin jedesmal innerlich zusammen gebrochen und wieder aufgestanden, reparierte die Fetzen der Unsicherheit und lachte wie zuvor auch. Nur für diesen Menschen. Nein, ich machte keinen Mucks. Ich wollte für ihn ein Ruhepol werden, ein kleines Zuhause und eine gute Freundin sein.
Er war schon so lange ein Teil von mir, dass ich ihn nicht mehr verlieren mag. Aber, dass irgendwann eine andere Frau an seiner Seite stehen wird, würde ich akzeptieren aber mich sprengen.

Ich schäme mich einfach dafür mich selbst unterdrückt zu haben. Ich hadere daher sehr ob ich ihn als einen guten Freund sehen möchte oder als was anderes. Wenn ich ihn als einen Freund sehen kann, werde ich mich zu 180° Grad drehen und vollkommen anders sein, in der er sich damals vor 2 Jahren verliebt hat. Frei, ungezwungen und bis auf die Grundmauern locker. Dabei spiele ich keine Spielchen, ich werde knallhart sein und eine Person sein die dir direkt sagt, was Sache ist, weil das in meinen Augen Freunde machen.

Würde ich das riskieren? Würde ich überhaupt so sein? Ich brauch Zeit und Abstand um mich selbst zu finden und um die Vorstellung in meinen Kopf zu brechen. Und vielleicht  kommt der Moment, wo ich ihn nicht mehr möchte und er zu einer traurigen bitteren Erinnerung wird, ohne ihn je gesehen zu haben. Hätte ich ihn gesehen, würde ich die Jahre nicht bereuen, weil dann die Illusion, dass er der "beste" für mich sei komplett verschwunden wäre. Dann erst wäre die Erinnerung und die Erfahrung eine gute geworden, egal was danach gefolgt wäre.

Ich weiß, dass ich genau deshalb diese Art die er hat, immer suchen werde, gerade weil es so unerfüllt blieb. Daher versuch ich erstmal keinen Mann zu Nahe zu treten. Es wäre falsch. Ich würde mich selbst dabei anlügen und innerlich ganz zerbrechen. Vielleicht kann er mir dabei irgendwann helfen neues reinzulassen. Das wäre ein Ergebnis was mich befreien könnte, gefühlt wäre ich sogar in der Lage dazu ihn nur als einen Freund zu sehen. Trotzdem brauch ich Zeit dafür.

Bis dahin, suche ich nur nach Eines: Nach mir! Ich weiß noch nicht was kommt, geschweige denn für was ich mich entscheide, aber eines steht fest, auf Männer hab ich erstmal keine Lust mehr.

Mittwoch, 15. Juni 2016

La Gomera - La Palma - Griechenland?

La Palma war unvergesslich. Ich schreibe deshalb so spät über La Palma, weil ich in letzter Zeit private Probleme hatte, die nicht mich persönlich angreifen und einfach nicht sagen konnte, dass La Palma (ist immerhin die 3. schönste Insel der Welt) schöner ist als die Nachbarinsel La Gomera. Beide sind wunderschön und haben ihre eigene Atmosphäre und ihr eigenen Charm.

Am Tag der Abreise haben wir ausgeschlafen, uns ab Mittag auf dem Weg zum Flughafen gemacht. Wir nahmen einen anderen Weg nach Santa Cruz, die Hauptstadt der Insel. Es ging über 3 Arten von Wäldern, Vulkanwüsten und verwunschenen dicht bewachsenen Gegenden über die Insel. Leider war das Wetter nicht gut. Aber ich habe viel Inspiration für meine zukünftigen Bilder gefunden. Kurz vor dem Flughafen, aßen wir in einer charmanten Bretterbude sehr leckere frittierte Tintenfische. Es flog auch derzeit ein Flugzeug direkt über unseren Köpfen. Meine Güte hat es mir Angst gemacht, weil es wirklich nur ein paar Meter waren und schrecklich Laut war. Am Flughafen gab es wegen dem Rollstuhl und mir ein paar Missverständnisse, die sich mit Händen und Füßen bewältigen ließen. Die  Betreuer konnten alle kaum Englisch und Deutsch schon gar nicht. Es war witzig und der für mich dann zuständig war, war auch noch voll schnuckelig. Ich hab schon einen kleinen Zuckerschock gekriegt mit seinem großen offenen braunen Augen.

Der Flug hatte leider eine halbe Stunde Verspätung, sodass die Fluggesellschaft uns um Eile gebeten hatte im Flugzeug, was aber nachhinein aber Schwachsinn war. Wir hatten 200km/h Rückenwind und flogen somit beinahe Schallgeschwindigkeit. Wir kamen eine glatte Stunde früher in Hannover an. Der Flug war auch insgesamt angenehmer. Mehr Beinfreiheit zu haben macht schon viel aus.

Also, La Palma war definitiv wunderschön. Ich hab es sehr genossen und wollen nochmal hinfliegen, allein wegen dem Norden der Insel, den wir nicht gesehen haben. Dieser soll angeblich eine Welt für sich sein.

Und nächstes Jahr? Es steht Griechenland auf dem Plan. Nämlich die Insel Kreta. Wir haben Wochenlang verzweifelt nach einem Haus gesucht was in unserem Buget passt. Kreta ist unmenschlich teuer. Mit unter 2000€ kannst du kein vernünftiges Haus erwarten. Wir habe kurz vorm Aufgeben doch noch ein bombastisches Haus für 2600€ gefunden und es wurde glatt gebucht. Griechenland und Norwegen stehen für nächstes Jahr also fest. Ich freue mich drauf.

Dienstag, 24. Mai 2016

Auf der Suche nach einem Eis

Die letzten zwei Tage waren wir aufgrund des guten Wetters im Ferienhaus und genossen die Sonne am oder im Pool. Eidechsen haben uns eine tolle Unterhaltung gegeben, sowie zwei zahme Krähen, die von uns gefüttert werden wollten.

Es war der letzte volle Tag auf La Palma und wir fuhren nochmal Los um die Strände zu sehen und danach gemütlich ein Eis zu essen. Nur das Wetter war nicht auf unserer Seite. Es war windstill und die dicken Wolken hingen über der Insel, außerdem war es an der Küste unerträglich schwülwarm. Vom weiten sah das Meer sehr ruhig aus aber das täuschte gewaltig. Es kamen nämlich riesige Wellen gegen die wilde schroffe Küste. Solche großen Wellen habe ich noch nie gesehen. Natürlich bringen die Bilder es nicht rüber, aber es waren teilweise 20-30m hohe Wellen dabei.





Man konnte an manchen Stellen, wenn man nicht aufpasste, sogar nass werden oder ins Wasser hinein stürzen. Man konnte bei der Brandung selbst sich nicht mehr verstehen und genießte das Naturschauspiel in einem sicheren Abstand.

Wir fuhren demnach auf der Suche nach einer Abkühlung, dem Eis, durch die Gegend, aber wir fanden auf der schnelle keins. Verirrt in einem Labyrinth aus Plantagen zur Küste hinunter, fuhren wir nach Tazacorte in der Hoffnung eines zu finden. Aber die ganze Stadt hatte wegen der hohen Wellen fast überall geschlossen. Tische waren reingeholt und die Straßen feucht. Also setzen wir uns in einem Café und aßen aus Frust einen leckeren Apfelkuchen. Mein Vater wollte jedoch nicht aufgeben und kutschierte mich danach quer durch den Ort und fand schließlich doch noch im Landinnern eine kleine Eisdiele. Happy ending und Gut Ding will Weile haben.

Morgen ist die Reise auf La Palma zu Ende. Um 17.55 Uhr fliegen wir wieder in den Norden. Fünf Stunden Flug erwartet mich und ich habe absolut keine Lust. Enges sitzen, steife Sitze, hoffentlich kein Kind im Rücken und vielleicht eine bessere Sicht auf die Erde. Ich werde um Mitternacht landen und somit das Fazit von La Palma am Donnerstag zu Hause in Deutschland schreiben. Bis dahin kann ich persönlich sagen, dass diese Zeit hier auf den Kanaren sehr schön war. Es hat sich gelohnt.

Samstag, 21. Mai 2016

In 2400m Höhe

Heute ging es in 2400m Höhe auf dem Roque de los Muchachos, dem höchsten Punkt auf La Palma.
Wir fuhren mit über 89 scharfe Kurven hinauf zu den Wolken und dem blauen Himmel entgegen. Der Wagen hatte auch genügend Benzin im Tank, sodass wir entspannt rauf und runter fahren konnten. Mir wurde auch diesmal nicht Übel.



Wir kamen an die vielen Teleskope vorbei und machten einen Stop an zwei erreichbare Spiegelteleskope, die wirklich riesig waren.

Wolkendecke, unter uns war schlechtes Wetter
Spiegelteleskop
Spiegelteleskop von Vorne
Der Aussichtspunkt an sich war sehr voll und mit Glück erwischten wir noch den letzten Parkplatz. Der Boden war sehr trocken und staubig, vorallem auch heiß. Ich fühlte die Wärme durch meine Schuhe. Man konnte wie am Vulkan weiter zum Fuß des Berges laufen, was ich aber vornerein gelassen habe, weil ich noch mit einem Muskelkater zukämpfen hatte. Trotz dessen habe ich die Zeit in 2400m Höhe sehr genossen. Um mich war schließlich eine grandiose Bilderbuch-Sicht auf die Berge von La Palma.

Roque de Los Muchachos, Aussicht















Insgesamt waren wir fünf Stunden unterwegs und haben jetzt das meiste von La Palma gesehen und ich persönlich muss sagen, dass La Palma eine richtige schöne Insel ist. Viel Vielfalt und nette Menschen gibt es überall an Ecken und Kanten. Wir haben allerdings noch ein paar Tage hier und werden diese nochmal sehr genießen.

Das Meer, Delfine und spanischer Flair

Ich war gestern von der Wal-Tour so feritg, sodass ich mich relativ Früh hingelegt hatte um am nächsten Tag für die luftige Höhen wieder fit zu sein.

Der gestrige Tag begann mit viel Sonne und wenig Wind, also ideal für eine Seefahrt. Nur das der Tag dann SO perfekt wurde, hätte keiner von uns gedacht.

Es kreutzen schon nach einem Kilometer auf dem Wasser ein paar seltene Rauzahn-Delfine uns den Weg. Ich konnte sechs an der Zahl zählen. Darunter ein kleines Kalb. Ich konnte von denen keine Aufnahmen machen, weil sie zu schnell wieder unter dem Wasser waren. Trotzdem war es wundervoll zu sehen wie sie mit dem Boot spielten. Vier von ihnen tauchten sogar neben einander Syncron immer wieder auf. Toll.

Wir machten uns mit dem vollen Boot relativ früh auf dem Weg um die vielen Höhlen anzufahren und zu besuchen. Die meisten Leute saßen vorne am Bug des Bootes, sodass zwei abgetrennte Areale entstanden und es nicht so voll wirkte.




Die Höhle war kühl und sehr unheimlich aber auch Majestätisch. Das Wasser unter uns hatte eine grünblaue Färbung und die Wellen peitschte schallend durch die Höhle. Die Leute auf dem Boot veranstalteten ein Blitzlichtgewitter was meinen Vater für sein Homevideo sehr störte, trotzdem war es interessant zu sehen wie eine Höhle von innen aussah.

Wir fuhren noch zwei weitere Punkte an, die jedoch für mich persönlich nicht interessant war. Die Frau, die die Fahrt führte, hat uns dort auf Englisch erzählt, dass früher die Einwohner an den Klippen ihre Sommerhütten hatten und dort lebten. Kleine schnuckelige Holzhütten standen an Buchten und felsige Klippen, jedoch sahen sie sehr verkommen aus.


Dann gings wieder raus zu den Walen & Delfinen. Wir fuhren schon eine Weile und die Crew am Bord boten uns frisches Obst und Sandwiches an. Das Boot an sich hatte 3 Etagen. Die untere hatten Unterwasserscheiben, sodass man die Tiere auch im Wasser sehen konnte. Jedoch waren die Plätze immer besetzt und da hatte man selber keine Chance zu sitzen. Die Obere war am schönsten und auch am vollsten. Dort wo ich saß, war eine Überdeckung und am ruhigsten. Ich hatte trotzdem einen schönen Blick aufs Meer und auf die Delfine.




Hier konnte ich sie halbwegs gut filmen und daraus die Bilder ziehen, weil es leichter war sie so zu erwischen. Leider ist die Qualität nicht so gut wie auf den Bildern aber für meine Verhältnisse akzeptabel. Hier war eine ganze Schule unterwegs die sich mit zwei Arten von Delfinen vermischt haben. Wir blieben länger bei ihnen bis sie von selbst weggeschwommen sind. Ich weiß nicht wie viele es waren aber es waren eine ganze Menge. Einige sprangen sogar aus dem Wasser und spielten miteinander. Es war einfach nur Schön.

So machten wir uns auf dem Rückweg zum Hafen und setzten uns im Restaurant am Strand hin, während 4 alte Heeren Domino spielten und spanische Musik von irgendwo her zu hören war. Ich bestellte mir einen Thunfisch und einen Bananenmilchshake zum Ausklang des Tages. Es kam langsam die Sonne zum Sonnenuntergang und wir erblickten noch vom Tisch aus eine Delfinschule die Fische jagten. Ein Tag der so gelungen war, dass er wirklich Perfekt war. Von vorne bis hinten einfach nur Wunderschön. Ich werde nie den Tag vergessen.






Bananenshake